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Mehrere 100 000 Euro Schaden / Badische Zeitung 21.08.2013

Aug 21, 2013

Lager der Recyclingfirma Kühl abgebrannt

Das Lager der Firma Kühl Entsorgung und Recycling im Gewerbegebiet in Efringen-Kirchen ist ein Raub der Flammen geworden. 150 Rettungskräfte waren bei dem Großbrand im Einsatz.

1kuehl74542889-p-590_450Fotos: Ulrich Senf

Gegen 1.30 Uhr löste am Mittwoch die Brandmeldeanlage in der Halle aus, in der Papier, Holz aber auch gepresste Ballen mit Recyclingmaterial und gelbe Säcke lagern. Bis die Feuerwehr eintraf, stand schon ein großer Teil der offenen Halle in Flammen.

Mit Wasser und Schaum versuchten die Rettungskräfte dem Feuer Einhalt zu gebieten, was aber nur sehr langsam gelang. Um die Wasserversorgung zu sichern, musste über mehrere hundert Meter Wasser aus dem Feuerbach gepumpt werden. Die Leitungen im Bereich des Ortsnetzes hätten für die Brandbekämpfung, zu der immer weitere Abteilungen aus Efringen-Kirchen und die Wehren aus Weil am Rhein, Haltingen und Lörrach herbeigerufen wurden, nicht ausgereicht, erklärte Gesamtkommandant Werner Schmidt. Um die ge1kuehl74542874-p-590_450waltige Feuerglut vor allem aus den Ballen ersticken zu können, wurde auch ein spezielles Schaumlöschfahrzeug der Werksfeuerwehr der DMS in Grenzach herbeigerufen.
Problematisch gestaltete sich die Löschaktion aber nicht nur wegen der knappen Wasserversorgung, sondern auch, weil die Feuerwehr zwischen den abgestellten Containern und Lastwagen auf dem Areal nur wenige Zugangswege zum Brandherd hatte. Bis ein Verantwortlicher der Firma selbst greifbar war, dauerte es mehr als eine Stunde. So blieb die Feuerwehr zudem lange im Unklaren, mit welchen Materialien sie es im Einzelnen zu tun hatte. Der Versuch, Lastwagen und Container aus dem engen Hof herauszufahren, brachte keinen Erfolg.1kuehl74542869-p-590_450

Auch wenn es im Bereich von Efringen-Kirchen, vor allem im Neubaugebiet, durch den Rauch zu Geruchsbelästigungen kam, konnte der sofort herbeigerufene Messtrupp aus Weil am Rhein Entwarnung geben: Für die Bevölkerung bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefährdung durch die Emissionen, erklärte Schmidt. Dazu hatten auch die günstigen Windverhältnisse beigetragen, die die Qualmwolke hoch aufsteigen ließen.

Bahn stellt Betrieb ein

Als Problem erwies sich hingegen die unmittelbare Nähe des Recyclinglagers zur Zentralgenossenschaft und deren Düngemittellager. Nachdem die Gefahr bestand, dass die Brandschutzwan1kuehl74542864-p-590_450d des Recyclinglagers durch die enorme Hitze bersten könnte wurde sie großflächig mit Wasser gekühlt. Welche verheerenden Folgen das Übergreifen des Feuers auf den Kunstdünger hätte haben können, lässt sich kaum ausmalen.

Gegen 4 Uhr konnte Werner Schmidt bei einer Lagebesprechung feststellen, dass das Feuer weitgehend unter Kontrolle gebracht werden konnte. Als besonderen Erfolgs bezeichnet er es, dass das Übergreifen auf weitere Betriebsteile, allen voran die unmittelbar an das Lager angrenzende moderne Sortieranlage der Firma Kühl verhindert werden konnte. Gleichwohl werden die Löscharbeiten noch weit in den Tag hinein gehen, schätzt Schmidt. Das DRK rüstet sich derweil, um die insgesamt 150 Einsatzkräfte zu versorgen.1kuehl74542859-p-590_450

Den Schaden schätzt Schmidt auf mehrere hunderttauend Euro. Neben dem Recyclingmaterial und der Hallen zerstörte das Feuer auch einen Bagger und die Holzschredderanlage. Auf der unmittelbar an dem Betriebsgelände vorbeiführenden Rheintalstrecke der Bahn wurde aus Sicherheitsgründen der Betrieb eingestellt, wie die Polizei mitteilte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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