Einstimmig beschließt der Gemeinderat von Efringen-Kirchen, für das Gewann „Auf dem Korb“ einen Bebauungsplan aufzustellen. Damit ist der erste Schritt zur Errichtung des Feuerwehrhauses Süd getan.
Badische Zeitung Herbert Frey Fr, 19. Dez 2025, 6:00 Uhr Efringen-Kirchen

Auf dieser Fläche südlich der L137 soll das neue Feuerwehrhaus Süd entstehen. Foto: Herbert Frey
Für den Bau einer neuen Feuerwache am südwestlichen Ortsrand des Kernortes schafft Efringen-Kirchen nun die planungsrechtlichen Voraussetzungen. Denn der ins Auge gefasste Standort am Weg, der an die Isteiner Schwellen führt, befindet sich derzeit noch im Außenbereich. Deshalb soll unter dem Titel „Feuerwehrhaus Süd“ ein Bebauungsplan entwickelt werden, der eine Fläche von 1,76 Hektar umfasst, erläuterte Bauamtsleiter Ulrich Weiß. Da der Bereich im Flächennutzungsplan als landwirtschaftliche Fläche ausgewiesen ist, müsse auch die Leitplanung punktuell geändert werden. Er soll im Parallelverfahren zur Gemeindebedarfsfläche werden.
Der Geltungsbereich des Bebauungsplanes wird im Norden von der L137, im Süden und Westen von Ackerflächen und Grünland sowie im Osten vom Engebach begrenzt. Er ist etwas größer als die Flächennutzungsplanänderung, weil darin auch ein Teilstück der L137 enthalten ist. Denn von dieser müsse eine Linksabbiegespur angelegt werden, die in das Gelände hineinführe, so der Bauamtsleiter. Die Bebauungsplanaufstellung und die Flächennutzungsplanänderung könnten zeitlich parallel erfolgen, erklärte er auf Nachfrage von Karl-Friedrich Hess. Es seien aber zwei getrennte Verfahren.
Vorbereitende Untersuchungen des Baugrundes, etwa auf Schadstoffe oder Altlasten, seien bereits im Gange, ergänzte Ulrich Weiß. Auch auf die Abwassersituation ging er auf Nachfrage von Hess ein. Das Schmutzwasser müsse über eine Druckleitung abgeleitet werden, da das natürliche Gefälle nicht ausreiche. Der größte Teil des anfallenden Wassers werde aber Oberflächenwasser sein. Dieses soll zu einem Teil versickert, zu einem Teil aufgefangen werden, um es dann für Übungs- und Reinigungszwecke der Feuerwehr zu verwenden, erläuterte er. In das Projekt werden auch ein neues Domizil für die Isteiner Bergwacht und ein Verkehrsübungsplatz integriert.
Auch ein Domizil für die Bergwacht wird integriert
Der Bau der Feuerwache Süd stellt einen Meilenstein auf dem Weg der Umstrukturierung der Feuerwehr in der Gemeinde dar. Das Projekt ist eines der Herzstücke des neuen Feuerwehrbedarfsplanes, der vorsieht, die Zahl der Gerätehäuser in der Gemeinde von derzeit neun auf vier zu reduzieren, um die Einsatzbereitschaft jederzeit zu gewährleisten. Im Feuerwehrhaus Süd sollen die bisherigen Abteilungen Efringen-Kirchen und Istein zusammengefasst werden.
Diese neue Wache ist mit veranschlagten Gesamtkosten von 14,6 Millionen Euro das größte Hochbauprojekt der Gemeinde seit dem Bau des Kinderhauses vor zehn Jahren. Ein Architektenwettbewerb ist in Vorbereitung. Er soll noch 2026 Entwürfe liefern. 2026 soll auch die Erschließung inklusive der neuen Abbiegespuren erfolgen. Dafür und für Planungen werden 750.000 Euro in den Etat eingestellt. Die Hauptbausummen werden dann über die Etats 2027 und 2028 verbucht. 2027 sollen auch Zuschüsse beantragt werden. Kredite müssen erst 2028 aufgenommen werden.