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BZ: 2.3.26 Feuerwehr Efringen-Kirchen und Lörrach bilden gemeinsamen Kleiderpool für Einsatzkleidung

März 3, 2026

Bei der Beschaffung und Reinigung ihrer Einsatzkleidung kooperiert die Efringen-Kirchener Feuerwehr mit den Kameraden aus Lörrach. Am Freitag traf neue Schutzkleidung ein.

Badische Zeitung 2.3.2026 Herbert Frey Efringen Kirchen

Florian Kammerer, Ralf Gütlin und Marco Wehner von der Feuerwehrabteilung Wintersweiler holten beim stellvertretenden Gesamtkommandanten Andreas Scherer ihre, noch in Kartons verpackte, neue Schutzkleidung ab (von links). Foto: Herbert Frey

Nachdem die bisherige Schutzkleidung ihre Lebensdauer überschritten hatte, entschlossen sich Gemeinde und Wehr dazu, die neuen Einsatzjacken und -hosen gemeinsam mit der Lörracher Wehr zu beschaffen und dann auch einen gemeinsamen Kleiderpool zu bilden. Für die Atemschutzträgerinnen und die Atemschutzträger wurde die schwere Schutzkleidung ersetzt, außerdem wurde leichte Kleidung für die technische Hilfe, die im Sommer angenehmer zu tragen ist, neu angeschafft.

„Wir haben uns den Lörracherinnen und Lörrachern angeglichen, die mit ihren bisherigen Modellen gute Erfahrungen gemacht haben“, so Andreas Scherer, der zweite stellvertretende Kommandant der Gesamtwehr Efringen-Kirchen, am Freitag bei der Ausgabe der Kleidung an die Abteilungen. Die entsprechenden Kartons waren per Lkw aus Lörrach geholt und ins Isteiner Feuerwehrhaus gebracht worden.

Nacheinander holten Vertreterinnen und Vertreter der Abteilungen Winterweiler, Istein, Efringen-Kirchen, Mappach, Kleinkems, Welmlingen und Huttingen sowie der Tagesalarmgruppe ihre Kontingente ab. Die Abteilungen Egringen und Blansingen hatten ihre neue Schutzbekleidung vergangenes Jahr bereits vorab erhalten.

Das Gerätehaus soll „weiß“ bleiben

Bisher verfügte jeder aktive Feuerwehrmann und jede Feuerwehrfrau über eine persönliche Ausrückekleidung, die nur er oder sie trug. Nun ist jedem und jeder Aktiven nur noch eine bestimmte Kleidergröße zugeordnet.

Es gibt ein gemeinsames Zentrallager, das für die Efringen-Kirchener Blauröcke in Huttingen angesiedelt ist. Nach jedem Einsatz wird die Schutzkleidung zur Lörracher Feuerwache gebracht, wo sie gewaschen und entgiftet wird. Bislang mussten die Einsatzkräfte warten, bis ihre Kleidungsstücke wieder trocken waren. Nun können sie sofort eine neue trockene Jacke aus dem Zentrallager in ihrer Größe holen und sind damit umgehend wieder einsatzbereit. „Ist eine Größe bei uns einmal nicht vorrätig, helfen die Lörracherinnen und Lörracher aus und umgekehrt“, schildert Andreas Scherer.

Nach einem Einsatz wird die kontaminierte Kleidung übrigens sofort eingesammelt. Mit Rauchgasen und ähnlichen Schadstoffen belastete Kleidung soll erst gar nicht ins Gerätehaus gelangen, erklärt Gesamtkommandant Philipp Habestroh. Diese Schadstoffe stehen im Verdacht, gesundheitsschädlich zu sein. Deshalb sei eine „strikte Schwarz-Weiß-Trennung“ gewünscht, ergänzt er. Das Gerätehaus soll also möglichst „weiß“ (ohne belastete Stoffe) bleiben. Mit dem neuen System lässt sich dies gut umsetzen.

Anschaffungskosten von rund 240.000 Euro

Ohne die Kooperation mit der Lörracher Stadtwehr, die die nötige Infrastruktur besitzt, müssten die Efringen-Kirchener Kameradinnen und Kameraden eine eigene Waschmaschine zur Dekontamination anschaffen und ehrenamtliche Kräfte dann stundenlang an dieser Maschine beschäftigen. „Wir wollen aber das Ehrenamt von Zusatzaufgaben entlasten“, so Haberstroh. In Lörrach erledigen Hauptamtliche die Reinigung. Der gemeinsame Materialeinkauf führt zudem zu größeren Rabatten und wirtschaftlicheren Beschaffungen.

Für die rund 260 Aktiven sowie die Mitglieder der Tagesalarmgruppe schaffte die Gemeinde insgesamt rund 300 neue Kleidungsstücke an. Bei Kosten von jeweils rund 800 Euro pro Person ergibt dies eine Investitionssumme von rund 240.000 Euro. Weil die neuen Einsatzjacken nun einem gemeinsamen Kleiderpool angehören, tragen sie kein Gemeinde- oder Stadtwappen mehr. Mit Namensschildern sind sie aber weiterhin versehen. Diese müssen nun aber vor jedem Waschgang abgenommen und dann an die aus dem Zentrallager neu geholte Jacke wieder angeheftet werden.

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