Feuerwehr muss 86-mal nach Alarm ausrücken / Badische Zeitung 21.3.2016

Mit der Inbetriebnahme des neuen Feuerwehrautos in Welmlingen kann nun jede Abteilung Fahrzeug einsetzen.

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Gesamtkommandant Werner Schmid (rechts) und der stellvertretende Kreisbrandmeister Claus Werner (Zweiter von rechts) gratulierten zahlreichen Feuerwehrmännern zu langjährigen Dienstzeiten. Foto: Rolf Mück

(Kommentar: Von Wintersweiler sind 4 Kameraden auf dem Bild)

EFRINGEN-KIRCHEN. Im Jahre 2015 hatten die insgesamt neun Abteilungen der Gesamtfeuerwehr Efringen-Kirchen 86 Alarmeinsätze zu verzeichnen. Das waren 16 mehr als im Jahr davor, dazu kamen 52 Einsätze der First Responder (Ersthelfer-)Gruppe. Dies ging aus dem Bericht des Gesamtkommandanten Werner Schmid bei der Jahreshauptversammlung der Gesamtfeuerwehr Efringen-Kirchen hervor.
Schmid sprach von einem “normalen bis starken” Einsatzjahr und ging näher auf einige markante Ernstfälle ein, wie den Großbrand in Istein im April, die Unwetterereignisse im Juni, den Einsatz im Isteiner Klotzentunnel (Suizid) oder den Brand eines Mähdreschers auf offenem Feld im Juli.

Der Kommandant erwähnte in seinen Ausführungen auch die Mithilfe der Wehr beim Aufbau der Flüchtlingsunterkünfte und die Jubiläen der Abteilungen Huttingen, Wintersweiler, Welmlingen und Efringen-Kirchen. In Welmlingen habe man mit der Inbetriebnahme des Staffellöschfahrzeuges 10/6 erreicht, dass nun alle Abteilungen der Gemeinde mit einem wasserführenden Fahrzeug ausgestattet sind. Auch die Beschaffung eines Drehleiterfahrzeuges war wiederum Thema an der Versammlung, hier werde man im laufenden Jahr sehen, wie die Zuschussverteilung läuft, so Schmid.

Ausbildungsleiter Ulrich Weiss berichtete von den zahlreichen Lehrgängen und Armin Schauer über die Arbeit der Atemschutzwerkstatt in Huttingen. Einsatzleiter Philipp Kienle referierte über die Arbeit der First Responder Gruppe. Die 43 Ersthelfer kamen demnach 52 Mal zum Einsatz und sind unter der Woche von abends 18 bis morgens 6 Uhr in Bereitschaft, an den Wochenenden sogar durchgehend. Über die Egringer Schlauchwerkstatt berichtete Bernd Medam, vom technischen Zustand der Funkgeräte und Meldeempfänger hörte man vom zuständigen Fachmann Thomas Steinmann, Jugendwart Patrick Medam erläuterte die Arbeit mit dem Feuerwehrnachwuchs, und Felix Kammerer stellte sich als neuer Obmann der Altersmannschaft vor.

An die einzelnen Termine erinnerte Schriftführer Gerd Hagist, der neben den Jubiläen der Abteilungen innerhalb der Wehr auch das Feuerwehrjubiläum in Weil am Rhein erwähnte.

Rechner Lars Abel legte den Kassenstand der Gesamtfeuerwehr dar und wurde nach dem Bericht der Prüfer Fabian Dyballa und Pierre Brosch dann auch entlastet.

Einsätze: Die insgesamt 86 Einsätze beinhalteten einen Großbrand, vier mittegroße Brände, sieben Kleinbrände, 47 technische Hilfeleistungen, einen Einsatz wegen Insekten und 16 sonstige Einsätze. Bei diesen Ereignissen wurden insgesamt 15 Mal Menschen gerettet, in zwei Fällen konnten die Wehrleute nur noch Tote bergen (Suizid und nach einer Türöffnung).

Wahlen: Die neuen Kommandanten Stephan Brunner aus Mappach und Oliver Schirmer aus Huttingen sowie der neue stellvertretende Kommandant aus Kleinkems, Florian Maier, wurden in den Feuerwehrausschuss gewählt. Neue Kassenprüferin wurde Katharina Aldag.
Mannschaftsstand: Die Aktivmannschaft besteht aus 268 Mitgliedern, 16 weniger als im Vorjahr; die Altersmannschaft hat 124 Mitglieder, die Jugendfeuerwehr 33.

Beförderungen: Gerd Hagist wurde zum Hauptlöschmeister ernannt, die Beförderung zum Löschmeister erhielten Karl Jockers, Oliver Schirmer, Daniel Weber und Nicolas Scherer.

Kontakt: Werner Schmid,  07628/8507,  07628/803141 (Büro Feuerwehrgebäude) oder werner.schmid@ffw.efringen-kirchen.de

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